Wie viele Fahrzeuge nutzt der Vertrieb? Das ist die Sorte Frage, die man für erledigt hält, bevor man sie überhaupt gestellt hat. In der Tabelle steht schließlich, welche Person zu welchem Fahrzeug gehört — gepflegt, überall gefüllt, sieht gut aus. Sie sagt nur nicht, ob die Person den Wagen zugewiesen bekommen hat oder ob sie ihn gefahren ist — und davon hängt die Antwort ab.
In den meisten Projekten steht die erste Tabelle schneller als die erste Definition. Verständlich — eine Tabelle kann man zeigen, über eine Definition muss man sich erst einigen. Und an dieser Einigung hängt, ob am Ende Antworten herauskommen oder Zahlen, über die drei Abteilungen streiten.
„Michael, ich habe eine einfache Frage." Silvia Seven, CFO von FastChangeCo, schiebt das Projektstatusdeck beiseite. „Wie viele Projekte haben in den letzten zwei Jahren das Thema ‚Kunde' von Grund auf neu definiert?" Michael Mueller schluckt. Er kennt die Antwort. Und sie ist unangenehm.
„Brauchen wir eigentlich noch Datenmodellierer, wenn KI das übernehmen kann?" Die Frage kam nach einer Coaching-Session. Ich habe kurz geschluckt. Nicht weil sie an sich falsch war – sondern weil es die falsche Frage war.
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